Mäh.

Dieses niedliche Schafi habe ich bei Ravelry entdeckt. Meine Töchter sind ganz begeistert und wollten es gleich adoptieren; aber das Schaf wird in ein kleines Päckchen wandern und auf Reisen gehen 🙂

Die Herbstferien haben mich färbetechnisch ziemlich ausgebremst. Ich stelle fest, dass meine Küche, die ja auch meine Färbeküche ist, nur dann ein guter Ort zum Färben ist, wenn nicht ständig Leute ein und aus gehen. Ständig steht etwas herum, irgendwas lenkt immer ab. Aber morgen geht bei uns die Schule wieder los, und die ruhigen Stunden im Haus kann ich dann wieder sinnvoll nutzen.

Ich war aber nicht ganz untätig. Eine Freundin, normalerweise auch eher im Buntlook, meldete dringenden Bedarf an Dezentgarn an. Also habe ich für uns ein frisches Grau in Grau gefärbt. Denn auch ich könnte ein Tuch brauchen, das zu allem passt und nicht so auffällig quietscht. Ab und an will frau ja auch seriös aussehen. Soll vorkommen.

Gefärbt habe ich zwei Strang Filigran Lace (im Hintergrund) und einen Strang High Twist. Die Garne gefallen mir sehr gut in ihren unterschiedlichen Graukleidern. Aber beim Färben ist mir aufgefallen, dass meine zweite Lieferung High Twist von Atelier Zitron sich anders anfühlt als die ersten zehn Stränge, die mir ins Haus kamen.

Ich hatte die erste Charge High Twist gespannt erwartet, da ich so viel Gutes über das Garn gelesen hatte. Und tatsächlich fühlte es sich auch etwas schmeichelnder an als die normale Trekking Qualität. Doch so ganz konnte ich die Begeisterung nicht verstehen, denn so kuschelig wie beschrieben konnte ich das Garn nicht finden.

Und nun? Das Garn, das diesmal in der High Twist Tüte liegt, ist deutlich … puscheliger? … als meine erste Lieferung. Es scheint schon das gleiche Garn zu sein, aber es ist etwas kuschliger, „wattiger“ und weicher. Was mich natürlich zu der Frage verleitet, was bei meiner ersten Garnlieferung wohl im Argen lag. Es waren ja nur 10 Stränge, es ist bereits alles gefärbt und ein paar Stränge sind verkauft.

Ich werde wohl die alten Stränge rabattieren und mit einem kleinen Fragezeichen versehen. Jetzt noch mit einer Reklamation um die Ecke zu biegen scheint mir recht sinnlos, aber wer bei mir einen solchen Strang aus der ersten Lieferung erworben hat, dem biete ich gern nachträglich einen Euro Rabatt an.

Die gute Nachricht ist natürlich, dass ich jetzt verstehen kann, was an der High Twist Qualität so toll ist. Ich freue mich schon sehr auf meinen neuen TGV, den ich gerade in dezent Grau in Dunkelgrau aus meinem Kuschelgarn stricke. Die Form des TGV finde ich richtig klasse: genug Tuch, um am Hals schön zu wärmen, und an den Enden lang und beim Herunterhängen sich niedlich eindrehend. Sehr empfehlenswert 🙂

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Der TGV im Endbahnhof Vierhöfen

Wir sind wieder da!

Ich habe es geschafft, das Tuch noch in Frankreich zu Ende zu stricken, das gehörte sich ja auch so, wenn es schon TGV heißt 🙂 Der TGV hat sich als gutes Urlaubsprojekt erwiesen. Fast nur rechte Maschen stricken, ein paar Zunahmen dazu, eine Rippenborte dran und fertig. Das ging sogar als Beifahrer auf der Autobahn, denn ich musste nicht so doll hingucken – normalerweise kann ich im Auto weder gut lesen noch stricken, da wird mir schnell mal komisch.

Die Form des Tuches finde ich sehr hübsch, es hat wirklich eine schöne Rundung und legt sich willig um Rücken und Schultern. Ich kann mir sehr gut vorstellen, den TGV noch öfter zu stricken, das Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis ist klasse! Die High Twist Luxus-Sockenwolle von Zitron hat mich auch überzeugt. Der Preis ist zwar üppig, aber dafür ist das Garn auch etwas Besonderes. Strapazierfähig genug für Socken durch den höheren Twist, und dabei kuschlig durch die besonders feine Merinowolle. Auch die habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal verstrickt!

In der heißen Sonne des Südens, abseits der Klimaanlage des Campers, war Stricken zugegebenermaßen eine weniger attraktive Beschäftigung. Auf der Hinfahrt und die ersten zwei Tage war es noch relativ kühl,  aber den Großteil der knapp 2 Wochen habe ich mit Fahrradfahren, Lesen und Faulenzen verbracht. Glücklicherweise hat das gut geklappt, denn für die Kinder war ein Pool da (mit 2 Rutschen), und für den leider arbeitenden Papa eine schnelle Internetverbindung, so dass ich mich nicht um viel kümmern musste. Direkt neben dem Campingplatz verlief der Canal du Midi – eine der wenigen sehr fahrradtauglichen Strecken der Gegend, mit malerischen Schleusen, gemächlich vorbeiziehenden Booten und dank der Meernähe einem angenehmen Wind.

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Am Meer waren wir natürlich auch. Aber ehrlich gesagt kann ich auf sandige Strände gut verzichten, ich mag lieber die felsigen mit vielen Steinen. Ein paar Strandschätze habe ich trotzdem mit nach Hause gebracht. Der Marienkäfer durfte aber auf seinem kleinen Stöckchen sitzen bleiben, was immer er dort wollte in der Wüste..

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Ach ja, und Sneakerpaar No. 2 ist in Arbeit.

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Das erste habe ich auf unserem Familientreffen weitergegeben, an eine sehr dankbare Abnehmerin – geht es Euch auch so, dass Weiterverschenken manchmal viel schöner ist als Selberbehalten? Ein Abschiedsfoto gibt es noch 😉

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Endspurt vor dem Urlaub

Dieser Tage jagt ein Termin den nächsten. Wenn man gleich zwei Grundschulkinder hat, von denen eines nach den Sommerferien auf eine neue Schule wechselt, kommt man aus den Sonderveranstaltungen gar nicht mehr heraus. Anstatt in Färbetöpfen zu rühren habe ich also beispielsweise den gestrigen Vormittag mit Campingklappsessel und Basecap in der Hitze gesessen – glücklicherweise im Schatten – und mit Klemmbrett und Kuli den vorbeiradelnden fahrradzuprüfenden Viertklässlern Punkte für korrektes Verhalten an meinem Beobachtungsposten gegeben.

Bis wir am Mittwoch direkt nach Schulschluss in die Ferien fahren, steht immer noch einiges an: Eine Abschlussfeier der vierten Klasse (heute) inklusive Übernachtung der Schüler, die wir morgen wieder abholen; eine Aufführung der Plattdeutsch-AG, bei der unsere „Kleine“ mitmacht (morgen);  eine Abschlussfeier der 2. Klasse (Montag); ein Elternabend für die künftige 5. Klasse (Montag); ein Elternabend für die künftige 3. Klasse (Dienstag) .. und das sind nur die schulischen Termine, zu denen noch 3 private Abendtermine und eine Geburtstagsparty kommen. Stimmt, das passt alles gar nicht mehr – heutzutage geht der Trend zum täglichen Zweittermin 😉

Zwischendurch hole ich dann wenigstens mein Strickzeug heraus und klinke mich aus dem Ganzen aus. Das Tolle am Stricken ist ja, dass man auch einfach mal fünf Minuten zwischenschieben kann, selbst wenn man für sonst nichts Zeit hat. Ein Paar Socken hoffe ich heute Abend (bei Donnerstagabendtermin 2, privat, an dem Strickgelegenheit besteht) noch fertigzunadeln, damit ich ein neues Sockenprojekt mit in den Urlaub nehmen kann. Für den Urlaub habe ich zwar noch gar nicht gepackt, aber ich habe mir immerhin schon das Wichtigste überlegt: Welches Garn zu welchem Projekt mit welchen Stricknadeln muss mit?! Neben einem Sockenprojekt wird mich ein schöner Strang Zitron High Twist begleiten, aus dem ich ein TGV-Tuch stricken möchte. Schließlich geht es nach Südfrankreich, da passt das doch! Ich bin sehr gespannt, wie sich dieses tolle Garn verstricken lässt.

Mein TGV wird bunt!

Mein TGV wird bunt!

Ich hoffe ja, dass ich dort nicht so vor Hitze verglühe, dass ich keine Stricknadeln mehr halten mag… dann muss ich halt nachts stricken 😉