Bestrickt

Ich gehöre leider (noch) zu den „Kleinzeugsstrickern“. Ich stricke meist Socken, Tücher oder sonstige kleinere Projekte, für die man möglichst nur 1-2 Strang Garn benötigt.

Umso begeisterter bin ich, dass ich tatsächlich ein tragbares Oberteil nicht nur geplant und angefangen, sondern zu Ende gestrickt habe. Gern wollte ich einen Raglan-von-oben (RVO) mit dem Atelier Zitron Kimono Garn stricken. Da dieses Garn zu 46% aus Seide besteht, bietet es sich für einen Sommerpulli an.

Mein Stöbern in passenden Anleitungen hat den „Eeek“ zutage gebracht. Passende Garnstärke, nicht zu verschnörkelt, und vor allem eine Konstruktion mit möglich wenig Fertigstellungsaufwand. Noch nicht einmal für den Halsausschnitt müssen zum Schluss Extramaschen aufgenommen werden.

Aus meiner Garnfärbung in zweierlei Farbtönen habe ich mir das bläulichere Lila ausgesucht.

Lilapink und Flieder auf Kimono gefärbt

Lilapink und Flieder auf Kimono gefärbt

Und zwei Wochen später hatte ich tatsächlich ein tragbares Ergebnis. Ich bin sehr zufrieden mit der Passform; sehr erleichtert, dass ich es geschafft habe, die richtige Größe zu stricken. (Das Tragefoto wurde nachts bei Kunstlicht gemacht und gibt die Farbe leider gar nicht gut wieder). Der Garnverbrauch lag für Größe M bei nur knapp 270g.

nicht farbecht, aber dafür ein Tragefoto

nicht farbecht, aber dafür ein Tragefoto

Das Strickmuster ist sehr gut geschrieben. Besonders toll finde ich den Halsausschnitt, der sich durch das verwendete Maschenbild gleich richtig ordentlich benimmt und nicht hinterher durch ein Bündchen in Form gebracht werden muss.

Ich hoffe, dass ich den Pulli so oft tragen werde, wie ich mir das jetzt vorstelle. Falls ja, folgt vielleicht noch ein zweiter Eeek 🙂

Die Pinkfärbung wird in den Shop wandern. So großartig wie ich die Farbe finde, wurde mir allseits immer wieder gern bestätigt, dass sie mir nicht so gut steht als Oberteil. Seufz…

 

Socken und Farben

Während der letzten Tage war ich recht fleißig; zwei Paar Socken sind fertig geworden, von denen ich ein Paar noch geheim halten will *mysteriös tu*

Das hier ist Paar Nummer 2, und ich bin so richtig begeistert von den Farben und der Farbverteilung.

Außerdem habe ich gefärbt. Und gefärbt. Davon ist im Shop noch nichts angekommen, da ich noch keine echte Fotosession abgehalten habe. Das wird in den nächsten Tagen nachgeholt! Dann gibt es sowohl neues Sockengarn als auch neue Kammzüge zum Verspinnen bei Dawanda.

Bei meiner Farbsuche für Ton in Ton „Standardfarben“ sind schon einige herausgekommen, die mir sehr gut gefallen und testweise in verschiedenen Qualitäten angeboten werden. Natürlich kommen alle Farben auf Lacegarn mit Seidenanteil durch den Glanz so richtig schick heraus, aber auch auf SoWo können sie sich sehen lassen:

Finde ich zumindest. Ob mein Geschmack übertragbar ist, werde ich wohl nach und nach herausfinden.

Für die nahe Zukunft habe ich einiges Schönes vor:

Am Samstag findet hier wieder unser Spinntreffen statt, das ist immer eine richtig tolle Klönschnackrunde.

Für September haben sich bereits ein bis zwei Märkte angekündigt. Nummer zwei ist noch nicht sicher, aber am 1.9. werde ich in Stelle an einem kleinen Kunsthandwerkermarkt teilnehmen, Details folgen noch. Vorgestern habe ich mich angemeldet, und ich werde dort wohl mit einem Leihtisch aufschlappen, denn ich bin ja noch gar nicht wirklich ausgerüstet für solche Aktionen!

Ob es da wollsüchtiges Publikum gibt ist zwar mangels Erfahrungswerten noch sehr fraglich, aber da ich wenigstens eine gute Freundin dort vor Ort habe, wird es bestimmt lustig, so oder so 🙂

Hitzestricken – oder auch die verstrickte Dienstagsfrage am Mittwoch

 

.. hm.. das ist jetzt vielleicht ein wenig erklärungsbedürftig 🙂 Das Wollschaf stellt jeden Dienstag eine „verstrickte Dienstagsfrage“. Heute ist Mittwoch.

Aber ich beantworte sie trotzdem mal, denn ich hatte eh vor, meinen neuen Post „Hitzestricken“ zu nennen, so heiß war es in der letzten Woche. Da die dieswöchentliche verstrickte Dienstagsfrage sich genau darum dreht, ignoriere ich die Tatsache, dass heute Mittwoch ist:

Das Wollschaf fragt: „Stricken und Hitze – verträgt sich das bei dir? Strickst du weniger, gar nicht, etwas anderes als sonst?“

Normalerweise geht das gar nicht. Hitze und ich passen eigentlich überhaupt nicht zusammen, ich bin bekennende Hitzeflüchterin. Dieses Jahr scheint alles anders zu sein. Das muss am langen Winter und verregneten Frühjahr liegen. Ich bin so im Strick- und Färbewahn und wollte so gern meine oben angestrickte Spaghettifärbung (Wildfärbung im Topf – Wollspaghetti) antesten, dass ich mich mit Liegestuhl in die Sonne gelegt und stur meinen Wollsocken gestrickt habe. Mir wurde schon beschieden dass es aber komisch sei, dass ich bei diesem Wetter Wollsockenfotos veröffentliche. Bekanntermaßen stört es mich nicht besonders, komisch zu sein 😉

Das war vor 3 Tagen. Zugegebenermaßen wurde es aber vorgestern dann so heiß, dass ich doch lieber das Spinnrad auf die Terrasse geschleppt habe. Gestern schließlich habe ich ganz die Segel gestreckt und habe im Haus vor mich hingestrickt, da war es kühl.

Da man es mir ja nie Recht machen kann, bin ich jetzt am Zittern, ob das Wetter bitte am Wochenende wieder heiß und sonnig werden könnte, da wir ein Haus voller Besuch bekommen, mit dem wir nicht geplant hatten nur im Haus zu sitzen – und heute Abend hat das erste der für die nächsten Tage angekündigten Gewitter eingesetzt.

Unsere Regentonne war heute Nachmittag noch ganz leer. Jetzt sieht sie so aus:

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Ich bin durchaus bereit, noch weiteres Hitzestricken auf mich zu nehmen, aber bitte, bitte… kein Dauerregen am kommenden Wochenende!

Der TGV im Endbahnhof Vierhöfen

Wir sind wieder da!

Ich habe es geschafft, das Tuch noch in Frankreich zu Ende zu stricken, das gehörte sich ja auch so, wenn es schon TGV heißt 🙂 Der TGV hat sich als gutes Urlaubsprojekt erwiesen. Fast nur rechte Maschen stricken, ein paar Zunahmen dazu, eine Rippenborte dran und fertig. Das ging sogar als Beifahrer auf der Autobahn, denn ich musste nicht so doll hingucken – normalerweise kann ich im Auto weder gut lesen noch stricken, da wird mir schnell mal komisch.

Die Form des Tuches finde ich sehr hübsch, es hat wirklich eine schöne Rundung und legt sich willig um Rücken und Schultern. Ich kann mir sehr gut vorstellen, den TGV noch öfter zu stricken, das Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis ist klasse! Die High Twist Luxus-Sockenwolle von Zitron hat mich auch überzeugt. Der Preis ist zwar üppig, aber dafür ist das Garn auch etwas Besonderes. Strapazierfähig genug für Socken durch den höheren Twist, und dabei kuschlig durch die besonders feine Merinowolle. Auch die habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal verstrickt!

In der heißen Sonne des Südens, abseits der Klimaanlage des Campers, war Stricken zugegebenermaßen eine weniger attraktive Beschäftigung. Auf der Hinfahrt und die ersten zwei Tage war es noch relativ kühl,  aber den Großteil der knapp 2 Wochen habe ich mit Fahrradfahren, Lesen und Faulenzen verbracht. Glücklicherweise hat das gut geklappt, denn für die Kinder war ein Pool da (mit 2 Rutschen), und für den leider arbeitenden Papa eine schnelle Internetverbindung, so dass ich mich nicht um viel kümmern musste. Direkt neben dem Campingplatz verlief der Canal du Midi – eine der wenigen sehr fahrradtauglichen Strecken der Gegend, mit malerischen Schleusen, gemächlich vorbeiziehenden Booten und dank der Meernähe einem angenehmen Wind.

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Am Meer waren wir natürlich auch. Aber ehrlich gesagt kann ich auf sandige Strände gut verzichten, ich mag lieber die felsigen mit vielen Steinen. Ein paar Strandschätze habe ich trotzdem mit nach Hause gebracht. Der Marienkäfer durfte aber auf seinem kleinen Stöckchen sitzen bleiben, was immer er dort wollte in der Wüste..

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Ach ja, und Sneakerpaar No. 2 ist in Arbeit.

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Das erste habe ich auf unserem Familientreffen weitergegeben, an eine sehr dankbare Abnehmerin – geht es Euch auch so, dass Weiterverschenken manchmal viel schöner ist als Selberbehalten? Ein Abschiedsfoto gibt es noch 😉

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Auswärtsstricken – bis bald!

Was darf im Urlaub nicht fehlen? Strickzeug! Eigentlich dachte ich, dass diese Sneaker-Socken ein Urlaubsstrickprojekt werden. Aber ich habe mich dann lieber ordentlich ins Zeug gelegt und die letzten drei Tage zwischendurch turbogestrickt, damit sie ein Urlaubsanziehobjekt sein können 🙂 Nachher setzen wir uns ins Wohnmobil, dann geht es auf gen Südfrankreich (Cap d’Agde, ziemlich weit westlich am Mittelmeer).

Ich habe für die Söckchen insgesamt 48g Garn verbraucht – es reicht also noch für ein zweites Paar, das wird dann neben dem TGV ein Urlaubsstrickprojekt werden. Das zweite Paar werde ich mit anderem Lace-Muster kombinieren – ich hoffe, dass ich nicht einen erhöhten Garnverbrauch bei verändertem Muster haben werde, dann bekomme ich ein Problem ..

Ich wünsche allen, die hier schon ein wenig mitgelesen haben, tolle sonnige Wochen, wo auch immer Ihr herumspringt! Wir lesen uns dann hoffentlich ab Mitte Juli wieder 🙂

Socken!

Rechtzeitig zum Urlaub im warmen Südfrankreich habe ich meine Socken fertig 🙂 Vielleicht nehme ich sie mit, man weiß ja nie, ob es nachts nicht doch kühl wird..

Das Strickmuster habe ich wie so oft auf Ravelry aufgestöbert, es heißt „Charade“.

Es ist ein sehr einfach zu merkendes 2-Reihen Muster, das durch die übergezogenen Maschen aber einen tollen Effekt hat. Das habe ich bestimmt nicht zum letzten Mal gestrickt. Die Anleitung ist übrigens kostenlos herunterzuladen, also ran an die Nadeln!

Für den Urlaub werde ich wohl neben dem TGV noch ein Sockenprojekt mitnehmen. Man weiß ja nie..

Multnomah

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Dieses Multnomah Tuch habe ich aus selbstgesponnenem Lace-Garn gestrickt. Das Garn ist zweifädig, aus einem schwarzen Seidensingle und einem bunten Merinosingle gezwirnt. Es ist ein tolles Sommertuch geworden, und diese Kombination Seidefaden/Merinofaden werde ich bestimmt wiederholen. Es ist weich und leicht, hat durch die Seide aber einen sehr angenehmen „Griff“. Ich habe sogar noch ausreichend Garn für ein zweites Tuch. Nur welches?!

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