Hoch lebe der Wettergott!

.. denn er hatte ein Einsehen mit dem Kirch- und Markttag. Trotz fieser Wettervorhersage und Regen sowohl am Samstag als auch heute am Montag konnten wir den Marktsonntag regenfrei und sogar oft sonnig genießen!

Meinen Stand hatte ich zunächst gemütlich neben dem Blumenstand meiner Freundin aufgebaut.

Leider musste ich nach kurzer Zeit wegen akuter Geruchsbelästigung umziehen –  die Fritierfettdämpfe der Pommesproduktion von nebenan waren nicht das richtige Ambiente für Wolliges. Glücklicherweise kamen gerade fleißige Helfer vorbei, und alles war innerhalb von fünf Minuten am neuen Platz.

Trotz dieser kleinen Hürde wurde ich dank des vielen Publikums, das die Sonne und den allgemeinen Markttrubel genossen hat, recht zahlreich aufgesucht. Ich habe sogar schon von früheren Einkäufen bekannte Gesichter wiedergesehen, eine Dawanda-Kundin persönlich kennengelernt und den ein oder anderen Klönschnack gehalten. In den ruhigeren Zeiten habe ich fleißig gestrickt und meiner großen Tochter ihr Paar Socken fertiggenadelt.

Auch ein Schaf kam vorbei um zu gucken, ob alles seine Richtigkeit hat.. ist es nicht fotogen?

Mäh!

Mäh!

Leider wollte es sich nicht dauerhaft neben meinen Stand stellen, das hätte ich gut gefunden.

Ich glaube, dass der Kirch- und Markttag in Salzhausen unter einem besonders guten Stern steht. Es ist auch allgemein bekannt, dass IMMER gutes Wetter am Kirch- und Markttag ist. So war ich zum Glück völlig unnötigerweise mit Plastikplane und Regenschirm gerüstet. Ich hoffe auf ebenso schönes Wetter im nächsten Jahr 🙂

Unverhofft kommt oft

Obwohl ich bis vor drei Tagen davon noch gar nichts wusste, war ich gestern auf dem Salzhäuser Markt präsent. Meine blumenverkaufende Freundin, die dort jeden Freitag ihre Sträuße und Pflanzen feilbietet, hat mich zum Anlass des sechsten Marktgeburtstages dorthin gequatscht. Erst musste sie mich überzeugen (denn ich war gar nicht darauf vorbereitet), dann hat sie die zu fragenden Markthüter durchtelefoniert. Und schwupps saß ich gestern Nachmittag mit Spinnrad, Kammzügen und einer Kiste voller handgefärbter Garne als Kuriosum beäugt auf dem Marktplatz.  Ein neugierig zuschauendes Mädchen hielt mein Spinnrad dann auch prompt für eine Nähmaschine, als ich nachhakte, ob sie denn wüsste, was das für ein Ding sei.

6. Marktgeburtstag Salzhausen

6. Marktgeburtstag Salzhausen

Mein schönes Tom Walther Spinnrad hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, und so kam ich im Laufe des Nachmittags mit so vielen Leuten ins Gespräch, dass ich abends glatt ein wenig heiser war. Ich hatte mir von dem Nachmittag vor allem einen gewissen Werbeeffekt für die Zukunft versprochen; momentan ist ja nicht gerade Stricksaison, und mit Interessenten für Kammzüge habe ich gar nicht gerechnet, die hatte ich eher so als Dekoration zum Thema Spinnen dabei. Neben einigen an den Garnen interessierten Strickerinnen habe ich auf dem Markt in Salzhausen aber tatsächlich drei Spinnerinnen und zwei ernsthaft interessierte Spinnwillige getroffen! Ich glaube, ich sollte mich öfter mit Spinnrad in die Gegend stellen, damit ich mal alle diejenigen kennenlerne, die nicht auf den für mich üblichen Pfaden im Internet zu finden sind 😉 So habe ich gestern nicht nur einige Stränge Garn und Visitenkarten in Umlauf gebracht, sondern auch noch einen hübschen Kammzug gefärbter Spinnwolle verkauft. Ich habe schon lang nicht mehr so viel geredet wie gestern, aber ich hatte einen wirklich interessanten Nachmittag!

Besonders hat mich gefreut, dass ich viel positives Feedback für die Garne erhalten habe – ich färbe schon wieder, was das Zeug hält, und nach dem Frankreichurlaub im Juli kümmere ich mich dann verstärkt um ein Online-Angebot.